Verfahrensmechaniker/-in Kunststoff- und Kautschuktechnik

das hört sich erst einmal ziemlich umständlich an. Umgangssprachlich spricht man daher eher von Kunststoffformgebern oder Kunststoffformgeberinnen. Ja richtig, das ist auch ein Ausbildungsberuf nicht nur für Jungs. Was Euch alles bei der Ausbildung erwartet, das erzählen wir Euch jetzt:

Verfahrensmechaniker/innen für Kunststoff- und Kautschuktechnik stellen aus polymeren Werkstoffen Form-, Bau- oder Mehrschichtkautschukteile sowie Halbzeuge, Faserverbundwerkstoffe oder Kunststofffenster her. Hierfür bedienen bzw steuern sie weitgehend automatisierte Maschinen und Anlagen.

Ein wesentlicher Teil der Ausbildung findet in unserer Abteilung Spritzguß statt. Wir arbeiten zudem mit Lehrwerkstätten in der Umgebung. Ein weiterer Bestandteil der Ausbildung bildet die Berufsschule. Der Blockunterricht findet an der Berufsschule in Wasserburg statt.

Als Verfahrensmechaniker/-in für Kunststoff- und Kautschuktechnik bist du der Spezialist für Spritzgießmaschinen im Unternehmen und ein Experte für die richtigen Einstellungen der ganzen Maschine.

Bevor die Spritzgussmaschine Teile produzieren kann, holst Du Dir die Fertigungspapiere von der Planungsabteilung sowie das Spritzgusswerkzeug aus dem Werkzeuglager und rüstest die Maschine, das heißt Du spannst das Werkzeug in der Maschine auf. Die Werkzeuge können bei uns bis zu 25 Tonnen wiegen, so daß diese nur mit einem Kran bewegt werden können.

Anschließend programmierst Du die gesamte Maschine, indem du entweder ein bereits fest definiertes Programm einliest oder Du selbst den Ablauf, Druck, Zeit, Temperatur, Bewegung und die Geschwindigkeiten festlegst. Im Anschluß programmierst Du mit Spezialisten aus anderen Bereichen, wie Industriemechaniker/-innen und Automatisieren/-innen die an der Maschine installierten Entnahmeroboter und Maschinen zur Entnahme bzw. Weiterverarbeitung der produzierten Kunststoffteile.

Ist alles sauber programmiert und konfiguriert, so läuft die Maschine im Idealfall einige Zeit kontinuierlich durch und produziert Kunststoffteile. In dieser Zeit überwachst Du die Anlagenparameter sowie die Qualität der Bauteile. Nachdem die benötigte Stückzahl erreicht ist, stellst Du die Maschine ab und baust das Spritzgusswerkzeug wieder aus. Das Arbeitsumfeld wird gereinigt, die Maschine geprüft und gewartet und für das nächste Werkzeug vorbereitet.

Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Ausbildungsbeginn: September 2017

Anzahl Stellen: 2

Voraussetzungen: guter qualifizierter Hauptschulabschluss oder Mittlere Reife, gute Kenntnisse in Mathematik, Physik und Chemie

Fähigkeiten: Räumliches Vorstellungsvermögen, Teamfähigkeit, Sorgfalt, Körperliche Belastbarkeit, Technisches Interesse

Aufstiegschancen: Schichtführer, Fertigungsleiter

Weiterbildungsmöglichkeiten: Kunststoff-Meister, Kunststoff-Techniker, Studium zum Diplom-Ingenieur

Maschinen- und Anlagenführer/-in

ist eine Alternative zur Ausbildung zum Kunststoffformgeber bzw. Kunststofformgeberin:

Die Ausbildung legt hier mehr Wert auf die Praxis, aber natürlich kommt die Theorie nicht zu kurz. Die Dauer der Ausbildung ist etwas kürzer, in der Regel nur 2 Jahre. Das gute ist, daß man - gute Noten in der Abschlußprüfung vorausgesetzt - ein drittes Lehrjahr anhängen kann und dann den Abschluss als Kunststofformgeber/-in nachholen kann.

Vor der Unterschrift eines Ausbildungsvertrags steht immer ein mehrtägiges Praktikum z.B. während der Ferien oder im Rahmen eines der Pflichtpraktikas. So erhältst Du die Möglichkeit, in den Beruf "hineinzuschnuppern" und Dich mit anderen Auszubildenden über die Ausbildung und den Beruf auszutauschen - Und wir lernen natürlich Dich und Deine Stärken und Fähigkeiten besser kennen.

Verfahrensmechaniker/-in Fachrichtung Werkzeugtechnik

das hört sich auch erst einmal ziemlich umständlich an. Umgangssprachlich spricht man daher eher von Werkzeugmachern oder Werkzeugmacherinnen bzw. Werkzeugmechaniker/-innen. Was Euch alles bei der Ausbildung erwartet, das erzählen wir Euch jetzt:

Werkzeugmechaniker/innen stellen Druck-, Spritzguss-, Stanz- und Umformwerkzeuge, Press- und Prägeformen her und fertigen Metall- oder Kunststoffteile sowie chirurgische Instrumente an.

Ein wesentlicher Teil der Ausbildung findet in unserer Abteilung Werkzeugbau statt. Wir arbeiten zudem mit Lehrwerkstätten in der Umgebung. Ein weiterer Bestandteil der Ausbildung bildet die Berufsschule. Diese befindet sich in Kelheim bzw. Landshut.

Um Kunststoffteile herzustellen, werden Spritzgussformen benötigt. Diese werden von Werkzeugmechanikern hergestellt. Die Konstruktion der Bauteile sowie der Werkzeuge erfolgt mit speziellen Computerprogrammen. Gemeinsam mit den Konstrukteuren sprichtst Du die Zeichung des Bauteils durch und beachtest die speziellen Anforderungen an das Bauteil. Im Anschluss bestellst du das benötigte Material (Stahl oder Aluminium) sowie die benötigten Zubehörteile und erstelltst einen Fertigungsauftrag mit allen Bearbeitungsschritten.

Zuerst werden die Stahl- oder Aluminiumplatten bearbeitet. Dies gescheiht zum Beispiel durch die Verfahren Fräsen, Drehen, Schleifen, Erodieren oder Bohren. Die Maschinen sind meist computergesteuert, so daß Du für diese auch die entsprechenden Programme schreibst.

Um das Werkzeug komplett fertig zu stellen, fertigst Du später zahlreiche Einzelteile an, aus denen das Werkzeug komplettiert wird. Du musst sehr genau und sorgfältig arbeiten, damit später alles zusammenpasst.

Du kümmerst dich auch später noch um die Werkzeuge, wenn diese bereits in der Produktion sind. Die Werkzeuge müssen regelmäßig gewartet werden, damit sie auch über Jahre hinweg funktionieren. Wenn etwas am Werkzeug kaputt geht, so reparierst Du das Werkzeug oder fertigst passende Ersatzteile an.

Ausbildungsdauer: 3,5 Jahre

Ausbildungsbeginn: September 2017

Anzahl Stellen: 2

Voraussetzungen: sehr guter qualifizierter Hauptschulabschluss oder Mittlere Reife, gute Kenntnisse in Mathematik, Physik und Chemie

Fähigkeiten: Sorgfalt, Selbstständige und systematische Arbeitsweise, Teamfähigkeit, Handwerkliches Geschick, Genauigkeit, Technisches Verständnis, Räumliches Vorstellungsvermögen

Aufstiegschancen: Fertigungsleiter

Weiterbildungsmöglichkeiten: Konstrukteur, Techniker, Studium zum Diplom-Ingenieur

Auch hier gilt: Vor der Unterschrift eines Ausbildungsvertrags steht immer ein mehrtägiges Praktikum z.B. während der Ferien oder im Rahmen eines der Pflichtpraktikas. So erhältst Du die Möglichkeit, in den Beruf "hineinzuschnuppern" und Dich mit anderen Auszubildenden über die Ausbildung und den Beruf auszutauschen - Und wir lernen natürlich Dich und Deine Stärken und Fähigkeiten besser kennen.

Drei Gute Gründe für eine Ausbildung zum Kunststoffformgeber /-in bzw. Werkzeugmechaniker/-in

Zugegeben: Der Ausbildungsberuf ist vielleicht etwas exotisch - aber er bietet Dir jede Menge Zukunftschancen.

Übernahme garantiert

Gute Leistungen müssen belohnt werden - und wir belohnen diese mit einer garantierten Übernahme bei einem sehr guten oder guten Abschluss. Damit Ihr diesen auch schafft, stecken wir eine Menge in Eure Ausbildung.

Weiterbildung

... ist alles. Stillstand ist Rückschritt. Unter diesem Motto fördern und fordern wir alle unsere Kunststoffformgeber/-innen und Werkzeugmechaniker/-innen. Nach der Ausbildung stehen Euch viele Wege offen: Ob interne oder externe Weiterbildung, die Meisterschule oder auch die Technikerschule. Schichtführer, Fertigungsleiter, Anwendungstechniker, Konstrukteur, Projektleiter... Alles ist möglich.

Zukunft

Kunststoff hat Zukunft. Die technischen Eigenschaften der Kunststoffe und somit die Anwendungsmöglichkeiten steigen immer weiter. Kunststoffexperten sind gefragt - weltweit.

Du willst noch mehr über die beiden Ausbildungsberufe wissen?

Dann schau Dich doch mal auf folgenden Seiten um:
Beroobi Verfahrensmechaniker
Beroobi Werkzeugmechaniker
MyPlastics